Über

„Recuerdo que cada vez que me inclinaba sobre la vida norteamericana, deseoso
de encontrarle sentido, me encontraba con mi imagen interrogante. Esa imagen, destacada sobre el fondo reluciente de los Estados Unidos, fue la primera y quizá la más profunda de las respuestas que dio ese país a mis preguntas.“
(Octavio Paz, El Laberinto de la Soledad*)

Das „Labyrinth der Einsamkeit“ ist der berühmteste literarische Versuch, die mexicanidad  – also das „Wesen“ oder die „Mentalität“ der Mexikaner zu beschreiben.  Octavio Paz hat diesen Essay jedoch nicht in Mexiko geschrieben, sondern 1945- 1951 in Paris – unter dem Einfluss der Eindrücke, die er zuvor in den USA gesammelt hatte. Das Eingangszitat wirkt für mich wie ein Erklärungsversuch des Schriftstellers: Die  Frage nach dem „Eigenen“, nach der mexikanischen Idenität, fand er – ebenso wie die Antwort darauf – in den USA, gespiegelt im „fremden“ Leben der US-Amerikaner.

Mit diesem Blog starte ich gewissermaßen einen umgekehrten Versuch, nämlich:  „Mexiko“  aus der Perspektive einer „Fremden“ zu verstehen. Natürlich kann ich dabei meine Subjektivität nicht verheimlichen oder verhindern – dass „Eigene“ spielt bei der Beschreibung des „Fremden“ immer eine Schlüssselrolle.

Wer schreibt diesen Blog?

DSC00070 (2)Ich habe Journalistik, European Studies sowie Interkulturelle Kommunikation in Eichstätt, Santiago de Chile und München studiert. Seit  mehr als drei Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Mexiko, habe jeweils ein halbes Jahr in San Luis Potosí und in Mexiko Stadt gelebt und einige Zeit in Puebla verbracht.

Im Rahmen meiner journalistischen Abschlussarbeit habe ich mich 2014 mit der Darstellung Mexikos im Rahmen der deutschsprachigen Auslandsberichterstattung auseinandergesetzt und dafür Interviews mit deutschsprachigen AuslandskorrespondentInnen geführt. So ergab sich auch ein Rechercheprojekt in Ciudad Juarez, bei dem ich die Gelegenheit hatte, die Menschenrechtsaktivistin Imelda Marruffo und die Lokalreporterin Blanca Carmona kennenzulernen.

Diese Erfahrungen konnte ich später nutzen: Im Rahmen eines kleinen Forschungsprojekts in León habe ich mir alternativen Methode für interkulturell sensible Berichterstattung experimentiert. Die Ergebnisse gibt es auch  hier nachzulesen.

2017 habe ich mein Masterstudium an der LMU München mit einer Studie über die deutsche und japanische Automobilindustrie in Zentralmexiko abgeschlossen.

Mehr über mich und von mir.

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